• Benutzungshinweise RSS-Feed


    Diese Datenschutzerklärung klärt Sie über die Art, den Umfang und Zweck der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (nachfolgend ...
    von Veröffentlicht: 25.05.2011 17:21     Seitenaufrufe: 1715 


    A

    abhängiger Hauptsatz



    Ablaut
    ...

    Prof. Dr. Mathilde Hennig
    Justus-Liebig-Universität Gießen
    Fachbereich Sprache, Literatur, Kultur
    ...
    von Veröffentlicht: 14.01.2011 13:04     Seitenaufrufe: 9621 

    Hier finden Sie eine Liste grammatischer Nachschlagewerke, die wir bei der Beantwortung Ihrer Fragen regelmäßig zu Rate ...

    Grammatikfragen stellen sich häufig dann ein, wenn mehrere Varianten eines Phänomens existieren und man sich deshalb fragt, welche der Varianten die richtige ist. Beispielsweise gibt es für die Bildung des Partizips II des Verbs winken zwei Varianten: gewinkt und gewunken.
    Die Existenz von mehreren Varianten kann verschiedene Ursachen haben. Wir wollen versuchen, dies bei der Beantwortung Ihrer Fragen zu berücksichtigen. Deshalb „sortieren“ wir unsere Erklärungen in die folgenden vier Bereiche: Sprachsystem, Sprachgeschichte, Sprachgebrauch und Sprachvariation. Damit Sie diese Erklärungsmuster immer wieder erkennen können, haben wir den vier Bereichen Icons zugewiesen.

    Sprachsystem

    Das Zahnradsymbol soll in der Antwort darauf hinweisen, dass es für Ihr grammatisches Problem eine sprachsystematische Erklärung gibt. Oftmals ermöglicht das Sprachsystem des Deutschen die Bildung verschiedener Varianten, jedoch müssen nicht alle dieser möglichen Varianten auch im Sprachgebrauch verankert sein.

    Beispiel:
    Der Zweifelsfall „Heißt es gewinkt oder gewunken?“ basiert auf der Frage, ob das Partizip II von winken schwach bzw. regelmäßig (gewinkt) oder stark bzw. unregelmäßig gebildet wird (gewunken). Das Deutsche verfügt prinzipiell über beide Formen der Partizipienbildung, also die schwache Bildung mit ge – t und ohne Veränderung des Stammvokals sowie die starke Bildung mit ge – en und Veränderung des Stammvokals. Beim Verb winken sind grundsätzlich beide Formen möglich, wie auch der Blick auf ähnliche Verben zeigt: hinken – gehinkt, schminken – geschminkt (beide schwach), aber: sinken – gesunken, trinken – getrunken (beide stark). Die Präteritumsformen von winken werden jedoch schwach gebildet (ich winkte, nicht: ich wank).
     


    Sprachgeschichte

    Neben der Uhr finden Sie Erklärungen zum sprachgeschichtlichen Hintergrund Ihres Zweifelsfalls. Hier wird darauf eingegangen, ob der grammatische Zweifelsfall auf einem abgeschlossenen oder derzeit noch laufenden Sprachwandelprozess beruht.

    Beispiel:
    Bei winken liegt offenbar der seltene Fall vor, dass sich zur ursprünglich (im Althochdeutschen) schwachen Form des Partizips II allmählich eine starke Form hinzu entwickelt hat. Dieser Vorgang ist seit dem Mittelhochdeutschen belegt. Seitdem dominierte von Zeit zu Zeit die schwache, dann wieder die starke Variante, d.h. das Verb winken hat seine Flexionsklasse im Laufe der Sprachgeschichte mehrmals gewechselt. Es ist also schon immer ein „schwankungsanfälliges“ Verb gewesen, sodass wir uns nicht wundern müssen, dass auch heute Zweifel bezüglich der Klassenzugehörigkeit aufkommen können.
     


    Sprachgebrauch

    Das Männchen mit der Sprechblase leitet den Teil der Erklärung ein, der sich mit dem tatsächlichen Sprachgebrauch befasst, d.h. mit der Frage, welche der Varianten von heutigen Sprechern/Schreibern favorisiert wird. Gegebenenfalls wird an dieser Stelle auch darauf eingegangen, in welchen Kontexten die eine oder andere Variante bevorzugt verwendet wird.

    Beispiel:
    Anhand von Textsammlungen und Umfragen lässt sich feststellen, dass die starke Form gewunken heutzutage häufiger verwendet wird als die schwache (je nach Datenquelle 60-80% gewunken gegenüber 20-40% gewinkt).
     


    Sprachvariation

    Das Puzzlesymbol steht für sprachliche Variation. In diesem Teil der Erklärung wird gezeigt, ob die eine Variante in der Standardsprache bevorzugt wird und die andere womöglich einer anderen Varietät des Deutschen (z.B. Umgangssprache, Jugendsprache, Dialekt usw.) zugeordnet werden kann.

    Beispiel:
    Während im niederdeutschen Raum (= in etwa oberhalb von Köln, Kassel und Wittenberg) immer die Form gewinkt dominierte, war gewunken im mittel- und oberdeutschen Raum lange Zeit weit verbreitet. Dennoch stufte die Dudengrammatik gewunken bis vor kurzem noch als „mundartlich“ ein. Ob diese regionalen Unterschiede auch heute noch bestehen, ist fraglich, daher stehen die Varianten gewinkt/gewunken in den letzten beiden Auflagen der Dudengrammatik ohne Einschränkung als gleichberechtigt nebeneinander.
     

    1. Fragen stellen
    Ihre Fragen können Sie im Forum stellen. Dort haben Sie auch die Möglichkeit, bereits gestellte Fragen und die Antworten auf diese Fragen einzusehen. Mit dem Button „Frage stellen“ können Sie selbst eine Frage an unser Expertenteam richten. Tragen Sie einfach Ihre Frage in das dafür vorgesehene Feld ein. Falls Sie uns erläutern möchten, in welchem Zusammenhang die Frage aufgetreten ist oder zu welcher Variante Sie tendieren, können Sie dafür das Feld „Kommentar“ nutzen. Bitte bestätigen Sie Ihre Eingabe mit „Frage abschicken“.
    Unser Expertenteam wird dann versuchen, Ihre Frage schnellstmöglich, ausführlich und verständlich zu beantworten. Überprüfen Sie also regelmäßig die von Ihnen gestellte Frage auf Antworten. Sind Sie ein registrierter Benutzer, können Sie sich auch automatisch über eine Antwort auf Ihre Frage benachrichtigen lassen.

    2. Registrierung
    Eine Registrierung in unserem System ist zwar zum Stellen einer Frage keine Voraussetzung, bringt aber nützliche Funktionen mit sich. Beispielsweise können Sie sich als registrierter Benutzer automatisch per E-Mail benachrichtigen lassen, wenn auf eine Ihrer Fragen geantwortet wurde.
    Sie gehen damit keinerlei Verpflichtungen ein. Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungsmail. Nachdem Sie Ihren Benutzeraccount mit dem dort angegebenen Link aktiviert haben, können Sie ihn sofort nutzen.

    3. Benachrichtigung erhalten
    Das Beantworten Ihrer Frage kann einige Tage in Anspruch nehmen. Wenn Sie von uns per Mail über die Fertigstellung der Antwort informiert werden wollen, wählen Sie bei der Registrierung bitte die Option „Administratoren dürfen mir E-Mails schicken“. Sie können diese Option auch nachträglich in den Einstellungen Ihres Benutzerkontos aktivieren.
    Aktivieren Sie dann beim Erstellen einer neuen Frage die Option „Thema abonnieren und über neue Beiträge benachrichtigen“.

    4. Antworten lesen
    Mit unseren Antworten möchten wir versuchen, Ihnen verschiedene Perspektiven auf Ihre Fragen zu bieten. Diese Perspektiven sind mit den folgenden Icons gekennzeichnet:
    Wenn zu einer Frage nicht alle Antworttypen angeboten werden, dann liegt das daran, dass wir nicht immer zu allen Bereichen Angaben machen können (z. B., wenn etwas noch nicht erforscht ist oder wenn die Recherche zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde, um Ihre Anfrage zeitnah zu beantworten).

    5. Fragebogen ausfüllen
    Die Seite „Grammatikfragen.de“ ist in ein Forschungsprojekt eingebunden, bei dem es darum geht, wissenschaftliche Beschreibungen besser auf die Bedürfnisse der Sprachbenutzer abzustimmen (vgl. auch www.grammatikbenutzungsforschung.de). In diesem Zusammenhang möchten wir Sie darum bitten, nach der Lektüre der Antworten einen kleinen Fragebogen auszufüllen, damit wir unser Angebot weiterhin verbessern können. Mit dem Fragebogen werden also nicht Sie und Ihre Grammatikkenntnisse bewertet, sondern unsere Antwortangebote.