Wie ich auf die Frage gestoßen bin:
bei einer Übersetzung
Wie ich auf die Frage gestoßen bin:
bei einer Übersetzung
Die Beantwortung Ihrer Frage ist Teil eines Forschungsprojekts zur Verständlichkeit von grammatischen Erklärungen. Wir bitten Sie deshalb darum, im Anschluss an die Lektüre der Antwort die Tools zur Bewertung (Fragebogen, Sternchenfunktion, Antwortoption) zu nutzen.
![]()
Sprachvariation
Dem Dudenband „Richtiges und gutes Deutsch“ zufolge existieren beide Varianten, allerdings hat sich heute in der Standardsprache die Formulierung alle acht Minuten durchgesetzt, weshalb sie sich vermutlich auch für Ihre Übersetzung empfiehlt. Aller acht Minuten ist laut Duden ein Genitiv, der heute noch in einigen Regionen Deutschlands, besonders in Sachsen, gebräuchlich ist (vgl. Duden 9, S. 54).
![]()
Sprachsystem
Bei alle acht Minuten handelt es sich hingegen um einen adverbialen Akkusativ, also um ein Adverbial (eine adverbiale Bestimmung) im Akkusativ. Da der Akkusativ in diesem Fall nicht von einer Präposition abhängt, dient er hier typischerweise zur Kennzeichnung einer Zeitangabe. Häufig wird mit solchen Angaben ein zeitliches Maß oder eine zeitliche Erstreckung beschrieben (z. B. Sie schreibt den ganzen Tag, Frage: „wie lange?“) oder es wird – wie auch in Ihrem Beispiel – auf eine Wiederholung hingedeutet (z. B. Er läuft jeden Tag diese Strecke, Frage: „wie oft?“; Beispiele aus der Dudengrammatik, S 795).
Tatsächlich gibt es auch einen adverbialen Genitiv, aber dieser kommt heute fast nur noch in festen Wortverbindungen vor (z. B. Das wirst du eines Tages bereuen, vgl. Dudengrammatik S. 829-830). Bei Zeitangaben mit alle ... hat sich das Gros der deutschen Sprachgemeinschaft jedoch für den Akkusativ entschieden.
Lesezeichen